Schlagwort: Overthinking

  • Selbstreflexion und Grübeln liegen oft näher beieinander, als wir denken.

    Selbstreflexion und Grübeln liegen oft näher beieinander, als wir denken.

    Selbstreflexion und Selbstverlassen liegen oft näher beieinander, als wir denken. Was zunächst wie hilfreiches Nachdenken beginnt, kann irgendwann zu Selbstzweifeln und einem endlosen Gedankenkarussell werden.

    Selbstreflexion und Grübeln – wo liegt der Unterschied?

    Selbstreflexion hilft dir, etwas zu verstehen. Grübeln hält dich dagegen oft in derselben Gedankenschleife fest.

    Vielleicht kennst du diesen Moment.
    Ein Gespräch ist längst vorbei – aber in deinem Kopf geht es weiter.

    Du gehst jeden Satz noch einmal durch.
    Du überlegst, ob du zu empfindlich warst.
    Ob du überreagiert hast.
    Ob du vielleicht doch etwas falsch gemacht hast.

    Und irgendwann merkst du:
    Ich versuche gar nicht mehr, die Situation zu verstehen. Ich versuche herauszufinden, was mit mir nicht stimmt.

    Selbstreflexion ist wichtig – bis sie dich kleiner macht

    Selbstreflexion ist etwas Wertvolles.

    Sie hilft uns, Situationen besser einzuordnen, Verantwortung zu übernehmen und aus Erfahrungen zu lernen.

    Die entscheidende Frage ist jedoch:

    Was passiert mit dir während dieses Nachdenkens?

    Führt es dich zu einer Erkenntnis?

    Hilft es dir, eine Entscheidung zu treffen?

    Wirst du klarer?

    Oder drehen sich deine Gedanken immer wieder um dieselben Fragen?

    „War ich zu empfindlich?“

    „Hätte ich besser schweigen sollen?“

    „War meine Reaktion falsch?“

    „Vielleicht liegt es doch an mir.“

    Spätestens dann geht es nicht mehr nur um Reflexion.

    Dann beginnt das Gedankenkarussell.

    Warum gerade starke Frauen so oft bei sich selbst suchen

    Es sind nicht unbedingt unsichere Frauen, die sich ständig hinterfragen.

    Oft ist sogar das Gegenteil der Fall.

    Es sind Frauen, die Verantwortung übernehmen.

    Frauen, die funktionieren.

    Die sich Gedanken machen.

    Die fair sein wollen.

    Die versuchen, andere zu verstehen.

    Und genau darin liegt manchmal die Falle.

    Wenn du gewohnt bist, Verantwortung zu übernehmen, kann es passieren, dass du irgendwann auch Verantwortung für Dinge übernimmst, die gar nicht bei dir liegen.

    Du fragst dich dann nicht mehr:

    „War das Verhalten des anderen in Ordnung?“

    Sondern:

    „Was hätte ich anders machen müssen?“

    Du fragst nicht:

    „Hat dieser Satz meine Grenze überschritten?“

    Sondern:

    „Warum trifft mich das überhaupt so?“

    Und irgendwann richtest du den Blick fast nur noch auf dich.

    Nicht, weil du schwach bist.

    Sondern weil du sehr viel von dir erwartest.

    Drei Zeichen, dass du nicht mehr reflektierst, sondern grübelst

    Es gibt einen einfachen Unterschied zwischen hilfreicher Reflexion und Grübeln:

    Reflexion führt irgendwann zu einem Ergebnis. Grübeln dreht sich im Kreis.

    Typische Anzeichen sind:

    • Du stellst dir immer wieder dieselben Fragen.
    • Du fühlst dich nach dem Nachdenken unsicherer statt klarer.
    • Du suchst automatisch bei dir den Fehler.

    Vielleicht gehst du ein Gespräch zehnmal durch.

    Vielleicht erinnerst du dich an einzelne Sätze und versuchst, sie neu zu bewerten.

    Vielleicht suchst du nach dem einen Punkt, an dem du vermeintlich etwas falsch gemacht hast.

    Aber je länger du nachdenkst, desto weniger weißt du, was du eigentlich selbst empfunden hast.

    Wenn du deiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr vertraust

    Das ist einer der schwierigsten Punkte.

    Du spürst in einer Situation ganz deutlich:

    Das war nicht in Ordnung.

    Doch später beginnt dein Kopf zu arbeiten.

    „Vielleicht war es gar nicht so gemeint.“

    „Vielleicht habe ich das falsch verstanden.“

    „Vielleicht bin ich einfach zu empfindlich.“

    Und Stück für Stück entfernst du dich von deiner ersten Wahrnehmung.

    Genau das meine ich mit Selbstverlassen.

    Nicht, weil du bewusst gegen dich arbeitest.

    Sondern weil du dir selbst immer weniger glaubst.

    Vielleicht erwartest du von dir mehr als von anderen

    Ein Gedanke aus meinem Gastbeitrag im Magazin Silent Passion beschreibt für mich sehr gut, was dahinterstecken kann:

    Vielleicht zweifelst du nicht an dir, weil du zu wenig kannst, sondern weil du von dir mehr erwartest als von anderen.

    Viele Frauen sind mit anderen verständnisvoll.

    Sie entschuldigen Verhalten.

    Sie suchen nach Erklärungen.

    Sie geben zweite, dritte und vierte Chancen.

    Mit sich selbst sind sie dagegen gnadenlos.

    Ein falscher Satz.

    Eine emotionale Reaktion.

    Ein Moment, in dem sie nicht ruhig geblieben sind.

    Und schon beginnt die Selbstkritik.

    Vielleicht darf genau hier etwas Neues entstehen:

    Nicht weniger Selbstreflexion.

    Sondern mehr Fairness dir selbst gegenüber.

    Eine Frage, die dich aus der Schleife holen kann

    Wenn du das nächste Mal merkst, dass dein Kopf wieder anfängt, eine Situation zu zerlegen, stell dir eine einzige Frage:

    Führt mich dieser Gedanke gerade zu Klarheit – oder hält er mich nur in der Schleife?

    Diese Frage kann einen großen Unterschied machen.

    Denn nicht jeder Gedanke verdient eine weitere Runde.

    Nicht jede Situation muss vollständig analysiert werden.

    Und nicht jede Reaktion bedeutet, dass mit dir etwas nicht stimmt.

    Manchmal reicht die Erkenntnis:

    Das hat mich verletzt.

    Oder:

    Das war für mich nicht in Ordnung.

    Oder einfach:

    Ich brauche gerade Abstand.

    Mein Gastbeitrag im Magazin „Silent Passion“

    Über genau dieses Thema durfte ich einen Gastbeitrag für das Online-Magazin Silent Passion von Brigitte Kleinhenz schreiben.

    Der Titel meines Beitrags lautet:

    „Wenn Selbstreflexion zum Selbstverlassen wird – Warum gerade starke Frauen so oft an sich zweifeln.“

    Ich freue mich sehr, Teil dieser Ausgabe zu sein, denn genau diese Gedanken begegnen mir auch immer wieder in meiner Arbeit.

    Wenn du meinen vollständigen Gastbeitrag und die weiteren Beiträge der aktuellen Ausgabe lesen möchtest, findest du das Magazin hier:

    👉 https://brigittekleinhenz.com/magazin/

    Wenn dein Kopf einfach nicht mehr aufhört

    Vielleicht erkennst du dich gerade wieder.

    Ein Gespräch ist längst vorbei.

    Aber in deinem Kopf läuft es weiter.

    Du analysierst.

    Du bewertest.

    Du zweifelst.

    Und irgendwann weißt du gar nicht mehr, was du ursprünglich gefühlt hast.

    Dann brauchst du nicht noch mehr Analyse.

    Du brauchst einen Weg raus aus der Gedankenspirale.

    Genau dafür habe ich „Raus aus der Gedankenspirale“ entwickelt.

    Es geht nicht darum, nie wieder nachzudenken.

    Es geht darum, wieder zu erkennen:

    Wann hilft mir mein Denken – und wann hält es mich fest?

    Denn Klarheit entsteht nicht immer dadurch, dass du noch länger nachdenkst.

    Manchmal entsteht sie genau dann, wenn du beginnst, dir selbst wieder zu vertrauen.